Nach langer Abwesenheit aus dem Apple Universum hat mich Apple im letzten Jahr mit dem iPhone 12 wieder überzeugt und das Samsung Galaxy Note 20 Plus wurde in den Schrank verbannt.
Nach einigen Monaten mit dem iPhone habe ich dann an meinem Windows PC einige Funktionen vermisst. Während das Note nahezu perfekt mit Windows 10 zusammenarbeitet, war dies beim iPhone deutlich eingeschränkter.

Apple schottet seinen Kosmos nach wie vor in wesentlichen Teilbereichen deutlich ab. So lässt sich z.B. iMessage unter Windows nicht nutzen und gerade längere Nachrichten tippen sich am PC einfach schneller.
Auch die Foto App von Apple ist unter Windows stark eingeschränkt, da ist auch die Browserversion unter www.icloud.com keine Hilfe. So fehlt in beiden Versionen der Zugriff auf freigegebene Alben.

Letztlich stand also früher oder später der Wechsel zu MacOs im Raum, denn das iPhone 12 passt besser zu meinem persönlichen Nutzerszenario und auf iMessage möchte ich auch am Desktop nicht mehr verzichten.

Mit der Vorstellung des M1 Prozessors war meine Neugier dann final geweckt und ich habe mir direkt das Topmodell des Mac Mini M1 in Vollausstattung bestellt. Leider lassen sich im Nachgang weder SSD noch Arbeitsspeicher aufrüsten, da alle Bauteile fest auf dem Bord verlötet sind.

Übrigens ist aktuell bei 16GB RAM Schluss, mehr kann der M1 zur Zeit noch nicht adressieren. Dabei ist sehr auffällig wie effizient der MacOS und der M1 mit Speicher umgeht bzw. wie schnell der SWAP über die interne SSD funktioniert.
Selbst aufwendige Videobearbeitung oder mehrere Docker Container laufen völlig problemlos, dabei stellt der M1 in der aktuellen Form lediglich den Einstieg in die neue ARM Welt von Apple wieder.

Künftige Geräte mit dem M1X(M2) werden leistungstechnisch deutlich überlegen sein und wie so oft haben Early Adoper auch ein gewisses Investitionsrisiko. Niemand weiß wie lange der M1 künftig Updates erhält. Bereits beim Wechsel auf die Intel Plattform wurden die ersten CoreDuo (nicht Core2Duo) im Vergleich zur restlichen Produktpalette sehr stiefmütterlich behandelt.

Dennoch ist der M1 MacMini ein geniales Gerät. Praktisch völlig lautlos, sparsam und im Alltag pfeilschnell. Als Spieleplattform taugt der M1 zur Zeit allerdings noch nicht. Vielleicht kommt die notwendige Unterstützung in Zukunft.